Enterieurausstellung

Enterieurausstellung

Die Enterieurausstellung in 18 zeitgetreu eingerichteten Räumen zeigen die hochadelige Lebensform des 18. und 19. Jh. Der grösste Wert des Schlosses ist die einzige unversehrt gebliebene hochadelige Privatbibliothek von Ungarn.

Das barocke Schlossgebäude, das Christoph Festetics 1745 hat bauen lassen, erhielt seine heutige Form nach bedeutenden Erweiterungen zwischen 1883 und 1887. Für die Bücher, die die Familie von Anfang an gesammelt hat, wurde zwischen 1799 und 1801 von Georg (I) Festetics ein Sonderflügel mit Bibliothek bauen lassen. Die Sammlung enthält jetzt mehr als 80.000 Dokumente. Neben den Büchern ist die ursprüngliche, klassizistische Einrichtung der Bibliothek sehr wertvoll.

Im 2. Weltkrieg nahm die Bibliothek keinen Schaden. In der Übergangsperiode übernahm das sowjetische Militärkommando das Schloss samt seinen Einrichtungen. Der damalige Kommandeur erkannte den Wert der Büchersammlung und ließ den Eingang zu den Bibliotheksräumen zur Sicherung zumauern. In den so abgesperrten Räumen wurden die wertvollsten Einrichtungsgegenstände gesammelt, die verschieden von der Einrichtung der anderen ungarischen Schlössern die Kriegszeiten an Ort und Stelle einzigartig überstanden haben, und sind jetzt in der Ausstellung zu sehen.

Die innenarchitektonische Gestaltung der unversehrt gebliebenen Säle stammt aus den 1880 Jahren. Kasettendecken aus slawonischer Eiche, Wandverkleidungen und Kamine geben einen würdigen Hintergrund für die Kunstgegenstände. Einzig ist in Ungarn das Eichenholztreppenhaus mit der originalen Porträtgalerie der Familie.

In den Räumen der Ausstellung werden der überragenden Familienmitglieder gedacht, unter anderen Georg (I.) Fesstetics (1755–1819), der das Georgikon, die erste landwirtschaftliche Hochschule von Europa ins Leben gerufen hat, und Tassilo (II.) Festetics (1850–1933), der 1911 den Herzogstitel erhalten hat, und hat viel für die Förderung der ungarischen Pferdezucht und Pferderennen getan. Durch die Eheschließung mit Mary Hamilton kam Tassilo II. in verwandschaftliche Beziehung zu vielen europäischen Herrscherhäusern. Die aus der Mitgift der Herzogin stammenden wertvollen Gemälden, Statuen, Einrichtungsgegenstände, Bücher und Musiknoten bereichern die Ausstellung.

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